Schmitz Cargobull setzt auf kundenorientierte Produkte
Deutlicher Umsatzeinbruch
Trotz des zusammengebrochenen Trailermarktes konnte die Schmitz Cargobull AG das Geschäftsjahr 2008/2009 mit einem Umsatzrückgang um etwa 25 Prozent auf 1,594 Mrd. Euro vergleichsweise solide abschließen. Die Produktion sank zwar von 66.692 Fahrzeugen im Vorjahr auf 43.350 Fahrzeuge (minus 35 Prozent), doch der gestiegene Anteil der höherwertigen Kofferfahrzeuge im Produkt-Mix sowie der Servicebereich haben die Einnahmen weniger stark einbrechen lassen.
„Leider setzte sich der massive Auftragseinbruch im laufenden Geschäftsjahr fort. Wir sehen allerdings die Talsohle erreicht und erwarten im kommenden Kalenderjahr eine spürbare Wiederbelebung“, berichtet der Vorstandsvorsitzende Ulrich Schümer. Der Vorstand hat deshalb konsequente Maßnahmen ergriffen, um die Kosten zu reduzieren und so den Konzern stabil durch die Krise zu lenken.
In Folge des sinkenden Neufahrzeugabsatzes stieg die Bedeutung der Serviceangebote: Europaweite Ersatzteilversorgung, mehr als 850 Service-Partner, umfassende Finanzierungs- und Full Service-Angebote sowie 38 Cargobull Trailer Center. Wachsende Dienstleistereinnahmen stützten den Konzernumsatz. 8.200 Fahrzeuge hat Cargobull Telematics mit dem Zugmaschinen unabhängigen Telematik-System ausgestattet. Die neue Hardware geht jetzt in Serie und soll den Absatz des hauseigenen Systems weiter ankurbeln.
Der Konzernüberschuss brach in Folge der Absatzkrise auf 16,7 Mio. Euro ein (Vorjahr 125,4 Mio. Euro).
Dennoch blieben Investitionen mit insgesamt 56,4 Mio. Euro (Vorjahr 61,3 Mio. Euro) nicht auf der Strecke: „Innovative und kundenorientierte Produkte und Serviceleistungen bilden die wesentlichen Säulen unserer Unternehmensstrategie“, erklärt Ulrich Schümer. „Dank einer hohen Eigenkapitalquote und einer soliden Finanzstruktur ohne Netto-Bankverpflichtungen sieht sich die Schmitz Cargobull AG gut gerüstet, um gestärkt aus der Krise hervorzugehen“, erläutert Schümer weiter.
Die Marktentwicklung seit Jahresanfang 2009 deutet allerdings darauf hin, dass die gesamte Trailerindustrie die Talsohle erreicht hat. Daher werden zurzeit alle neun Werke auf die Fertigungskapazität angepasst, die für dieses Niveau benötigt wird. Aufgrund der derzeit prognostizierten verhalten-positiven Wirtschaftsindizes erwartet Schmitz Cargobull im kommenden Kalenderjahr eine positive Entwicklung der Absatzmärkte.
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