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NFM-Verlag > Archiv > Umwelt & Verkehr

25.03.2011

„Motor“-Geräusch für Elektroautos

Foto: Renault

Lautlose Gefahr

Sie sind sauber, umweltfreundliche und leise: Elektrofahrzeugen gehört zweifellos ein großer Teil der mobilen Zukunft. Aber Elektrofahrzeuge bringen auch Gefahren mit sich.


Die sind unter anderem in der sehr leisen Geräuschkulisse eines Elektrofahrzeuges begründet. Das Problem: Andere Verkehrsteilnehmer wie Radfahrer oder Fußgänger können das Fahrzeug nicht wahrnehmen, was zu gefährlichen Situationen führen kann. Um diese gefahr zu entschärfen, sollen die weitgehend lautlosen Elektroautos durch eine UNO-Initiative bald Fahrgeräusche von Autos mit Verbrennungsmotor “lernen”. Dadurch sollen andere Verkehrsteilnehmer besser gewarnt werden.

Auf Geräuschvorgaben für Elektroautos haben sich jetzt nach Medienberichten die Vereinten Nationen (UNO) geeinigt. Die unter Mitwirkung des deutschen Umweltministers Norbert Röttgen getroffene Vereinbarung soll demzufolge schon ab diesem Sommer gelten. Handlungsbedarf besteht nach Ansicht von Experten deswegen, weil bei Elektrofahrzeugen die typische Geräuschentwicklung von Verbrennungsmotoren entfällt. Somit fehlt anderen Verkehrsteilnehmern das Motorengeräusch zur akustischen Orientierung und als Warnung vor herannahenden Autos.

Am noch konkret festzulegenden Klang solle erkennbar sein, ob das E-Mobil beschleunigt, bremst oder mit gleichbleibender Geschwindigkeit unterwegs ist. Zugleich sollen E-Autos nicht lauter fahren als verbrennungsmotorisierte Fahrzeuge, die mit etwa Tempo 20 unterwegs sind. Diese Regelung soll auch für elektrisch angetriebene Zweiräder und Nutzfahrzeuge wie Busse gelten. Bisher sind die Automobilhersteller das Problem unterschiedlich angegangen: Während viele Anbieter von Hybrid- und Elektrofahrzeugen auf künstliche Fahrgeräusche verzichtet haben, bietet Toyota seinen doppelmotorigen Prius in Japan optional mit künstlichem Motorengeräusch im Strombetrieb an. Insgesamt rechnen Experten bis Ende dieses Jahres mit 100000 Elektroautos auf den Straßen der Welt.






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