Filou in zwei Größen
Renault stellt den neuen Kangoo Rapid und Kangoo Rapid Compact vor
Vor zehn Jahren kam der Renault Kangoo in Deutschland auf den Markt. Mit originellem Design und ebenso originellen Werbeideen (Stichwort: Nashorn) eroberte der kleine Franzose in kurzer Zeit den Markt. Jetzt wurde der zuletzt vor fünf Jahren zärtlich überarbeitete Stadtlieferwagen wieder einmal einer Frischzellenkur unterzogen. Bei dieser Gelegenheit durfte mit dem neuen Kangoo Rapid Compact auch gleich ein ganz neues Nesthäkchen der Renault Familie das Licht der Welt erblicken. Die Kurzversion des Klassikers reiht sich in das neu entstandene Marktsegment der kleinen Stadtlieferwagen wie Peugeot Bipper, Citroen Nemo oder Fiat Fiorino ein.
Optisch wurde das vertraute Kangoo-Design weitgehend erhalten und in Einzelaspekten weiterentwickelt. Große Fensterflächen ermöglichen eine gute Rundumsicht. Die senkrechten Heckleuchten ermöglichen die großen, asymmetrischen Doppelflügeltüren, die das Beladen erleichtern. An der Unterseite sind die praktischen Pforten von einem robusten Stoßfänger aus Kunststoff eingerahmt.
In der Fahrerkabine finden auch groß gewachsene Personen bequem Platz – auch deren Beine (was in dieser Größenklasse nicht immer selbstverständlich ist. Die Sitze bieten dank stark ausgeformter Sitzwangen guten Seitenhalt und ermöglichen auch längeres ermüdungsfreies Fahren. Als „spaciges“ Detail ragt der Handbremshebel zwischen den Sitzen hervor. Geformt wie der Schubhebel im Flugzeuig-Cockpit bietet er neben dem unverwechselbaren Blickfang auch mehr Platz in der Mittelkonsole.
Ablageflächen sind gerade für gewerbliche Fahrer Gold wert. Besonders praxistauglich zeigt sich die Staufläche auf der Oberseite des Instrumententrägers, Dort, wo vor allem der „Papierkram“ im Eifer des Gefechts in der Regel am Häufigsten hingeworfen wird, gibt es Platz, um DIN A4-Dokumente oder Kleingeräte zu verstauen. In der Komfortausstattung Exclusiv bietet eine Dachgalerie noch einmal 13 Liter Stauraum. In diesen Varianten ist auch das 15 Liter fassende abschließbare Handschuhfach mit genügend Platz für zwei Laptops inbegriffen.
Von ihren Vorgängermodellen haben die beiden Transportschwestern die Variabilität und das Raumgebot geerbt – und noch ein kleines bisschen dazu gewonnen. Bereits in der Basisversion fasst das Transportabteil des Kangoo Rapid drei Kubikmeter Ladung. Damit übertrifft er seinen Vorgänger um deutliche 250 Liter. Die Kurzversion Kangoo Rapid Compact beansprucht mit 3,83 m Länge nur etwa so viel Platz wie ein Renault Clio. Die Frachtraumbreite zwischen den Radkästen beläuft sich wie beim längeren Schwestermodell auf 1,22 Meter, so dass auch die Kurzversion europalettentauglich ist. Die Ladekapazität ist mit 2,3 Kubikmetern praxisgerecht dimensioniert. Die Zuladung des Kangoo Rapid Compact beträgt bis zu 435 kg.
Die 1.5 dCi-Diesel mit 50 kW/68 PS und 63 kW/86 PS tragen das Umweltprädikat „eco2“ und benötigen im Schnitt 5,3 bzw. 5,2 Liter auf 100 km. Dies entspricht CO2-Emissionen von lediglich 140 bzw. 137 g/km. Als weiterer Selbstzünder steht für den Kangoo Rapid mit langem Radstand der 1.5 dCi FAP mit 76 kW/103 PS zur Wahl. Der Topdiesel genehmigt sich laut Renault 5,5 Liter Kraftstoff pro 100 Kilometer und verfügt ab Werk über einen Rußpartikelfilter. In die kleineren Modelle, auch beim Kangoo Rapid Compact, soll der Partikelfilter sukzessive Einzug erhalten.
Neben günstigen Verbrauchswerten garantieren lange Wartungsintervalle geringe Betriebskosten. Für die beiden 1.5 dCi-Diesel mit 50 kW/68 PS und 63 kW/86 PS beträgt der Abstand zwischen den Wartungsdiagnosen mit Ölwechsel jeweils 20.000 Kilometer. Neben zwölf Jahren Garantie gegen Durchrostung gewährt Renault eine lebenslange Mobilitätsgarantie, sofern der Kunde Wartungen nach Herstellervorschrift in einer Renault Vertragswerkstatt durchführen lässt.
Der neue Kangoo Rapid ist seit Februar zum Einstiegspreis von 12.490 Euro ohne Mehrwertsteuer erhältlich. Der Kangoo Rapid Compact wird im Juli bei den Händlern zu finden und ab 11.490 Euro zu haben sein. Beide können seit bzw. ab dem Zeitpunkt der Markteinführung auch mit Bioethaniol-Antrieb erworben werden. Ebenfalls zu haben bleibt der bisherige Kangoo Rapid. Er wird unter dem Namen Campus weiter verkauft und soll als preisgünstiges Einstiegsmodell fungieren.
Den ausführlichen Artikel können Sie voraussichtlich in der Juli-Printausgabe von NFM lesen.
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