Shell stellt die erste Lkw-Studie vor
Wachstum auf der Straße
Der Straßengüterverkehr in Deutschland wird weiter rasant zunehmen. Das prognostizieren die Autoren der ersten Shell LKW-Studie. Die Studie, die Shell in Zusammenarbeit mit dem Institut für Verkehrsforschung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) unter dem Titel „Fakten, Trends und Perspektiven im Straßengüterverkehr bis 2030“ wurde jetzt in Berlin vorgestellt.
Den Experten zufolge wird die Güterverkehrsleistung mittelfristig auf über eine Billion Tonnenkilometer anwachsen; die Fahrleistung schwerer Lkw wird sich dabei verdoppeln. Thematisiert wurden in der Studie auch die Konsequenzen dieser Entwicklung. Die steigenden Fahrleistungen werden zu einem Anstieg der CO2-Emissionen in diesem Verkehrsbereich führen. Der Anstieg wird allerdings aufgrund der verbesserten Dieseltechnologie deutlich moderater ausfallen.
Die Bedeutung des Lkw wird jedoch in den kommenden Jahren zunehmen. Deshalb hat Shell jetzt erstmals eine Studie für den Güterkraftverkehr vorgelegt“, so der Chefvolkswirt der Shell in Deutschland, Dr. Jörg Adolf. Das Güterverkehrsaufkommen in Deutschland liegt heute (2008) bei vier Mrd. Tonnen, die Güterverkehrsleistung bei rund 670 Mrd. Tonnenkilometern. Der Lkw bestreitet hiervon 69,2 Prozent. Die Verkehrsleistung wird bis 2030 auf über 1.000 Mrd. Tonnenkilometer ansteigen. „Vor allem die Fahrleistungen von schweren Lkw steigen stark – sie werden sich bis 2030 nahezu verdoppeln“, erklärt der wissenschaftliche Projektleiter vom DLR, Dipl.-Ing. Andreas Lischke.
Mit einem Anteil von rund einem Viertel an den Neuzulassungen von Lkw , einem Trendszenario sowie einem anspruchsvolleren Alternativszenario, werden Energieverbrauch und CO2-Emissionen des Straßengüterverkehrs bis ins Jahr 2030 abgeschätzt.
Im Trendszenario werden die CO2-Emissionen vor allem aufgrund steigender Verkehrs- und Fahrleistungen des Lkw um 50 Prozent, im Alternativszenario um 32 Prozent zunehmen. Die CO2-Emissionen des motorisierten Straßenverkehrs insgesamt (Pkw und Lkw) bleiben im Trendszenario bis 2030 weitgehend stabil. Im Alternativszenario sinken sie um 17 Prozent, aufgrund technologischer Verbesserungen am Lkw, aber auch dank deutlich nachhaltigerer Pkw-Mobilität.
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