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NFM-Verlag > Archiv > Schwerlastverkehr

19.03.2007

Konsequent am Fahrer orientiert

Iveco präsentiert überarbeitete Stralis-Baureihe

Wirtschaftlicher, stärker, komfortabler; so präsentiert sich die neue Stralis-Baureihe. Nach nur fünf Jahren Marktpräsenz hat Iveco seiner schweren Baureihe ein umfangreiches Facelift zukommen lassen. Das beinhaltet weit mehr als lediglich einige Änderungen am Design. Iveco hat mit der Neuauflage des Stralis Kritikpunkte am Vorgängermodell aufgegriffen und Anregungen in das neue Fahrerhaus eingearbeitet. Das Ergebnis kann sich sehen lassen, der Stralis ist erwachsen geworden! Im Rahmen der Präsentation hatte die NFM-Redaktion jetzt Gelegenheit, das neue Flaggschiff zu fahren.

Einige Bilder finden Sie hier


Wirtschaftlicher, stärker, komfortabler; so präsentiert sich die neue Stralis-Baureihe. Nach nur fünf Jahren Marktpräsenz hat Iveco seiner schweren Baureihe ein umfangreiches Facelift zukommen lassen. Das beinhaltet weit mehr als lediglich einige Änderungen am Design. Iveco hat mit der Neuauflage des Stralis Kritikpunkte am Vorgängermodell aufgegriffen und Anregungen in das neue Fahrerhaus eingearbeitet. Das Ergebnis kann sich sehen lassen, der Stralis ist erwachsen geworden! Im Rahmen der Präsentation hatte die NFM-Redaktion jetzt Gelegenheit, das neue Flaggschiff zu fahren.

Augenscheinlichste Änderung ist das dezent veränderte Gesicht des Stralis. Der prägnante Kühlergrill wirkt noch dynamischer als beim Vorgängermodell und lässt Platz für Firmenbeschriftungen. Das war übrigens eine der Anregungen aus dem Kundenkreis, die die Iveco-Designer aufgegriffen haben.

Wie bei der ersten Stralis-Generation stehen mit den Fahrerhäusern Active Day, Active Time und Active Space Cube wieder drei Varianten für die unterschiedlichen Einsatzprofile zur Verfügung. Das Top-Modell ist das Active Space Cube-Fahrerhaus. Der Name ist Programm: Der Innenraum des Space Cube ist nahezu würfelförmig und bietet im Innenraum ein um 1,8 m3 vergrößertes Volumen als sein Vorgänger. Viel Raum für lange Touren also!

Wohlfühlkabine für lange Touren

Wer zum ersten Mal die drei Trittstufen zum Fahrerhaus erklommen und auf dem Komfortfahrersitz Platz genommen hat, fühlt sich auf Anhieb wohl im neuen Stralis. Die Innenraumgestaltung mit seinem vergrößertem Raumangebot, den Staufächern über der Windschutzscheibe und neuen Bezügen auf Sitzen und Liege wirkt stimmig und ist konsequent auf die Bedürfnisse der Fahrer zugeschnitten.
Am deutlichsten ist das am unmittelbaren Umfeld des Fahrerarbeitsplatzes zu spüren. Die wesentlichen Bedienelemente wie Dekompressions-Motorbremse, hydraulischer Retarder, Radio und Tempomat können bedient werden, ohne die Hände vom Lenkrad zu nehmen. Auch der Wählhebel für die Eurotronic ist an der Lenksäule platziert. Alle Schalter sind deutlich sichtbar und leicht zu erreichen, sodass das Fahrzeug sicher und komfortabel bedient werden kann.

Gesteigerter Komfort

Um auch den Komfort in den Pausen – und Ruhezeiten zu erhöhen, haben die Iveco-Entwickler auch Hand an den Rest der Kabine gelegt. Die Liegen mit Lattenrosten sind größer (unten 746 mm x 2.020 mm; oben 784 mm x 1.940 mm) und dank neuer Materialien komfortabler. Die obere Liege lässt sich dank eines neuen Systems mit Gasdruckfedern schnell und leicht hoch und runter klappen. Auch die Variabilität im Innenraum ist weiter optimiert worden. So gibt es für die untere Liege drei mögliche Konfigurationen: Neben einer einteiligen Liege für maximalen Übernachtungskomfort bietet Iveco eine dreiteilige Liege, wahlweise mit integriertem Tisch im Mittelteil oder integriertem Beifahrersitz mit verbessertem Komfort an.

Über der Windschutzscheibe befinden sich verschiedene Staufächer, zum Teil beleuchtet und mit gasdruckgefederten Klappen, außerdem gibt es viel Stauraum unter der unteren Liege sowie an den Seiten der Kabine. Letzteres war ein häufig genannter Kritikpunkt bei der ersten Stralis-Generation. Auch hier hat Iveco jetzt eine durchdachte Lösung anzubieten. In den beiden komplett neu entwickelten Seitenteilen befindet sich je ein großer, elektrisch zu öffnender Außenstaukasten, dessen Volumen gegenüber dem bisherigen Stralis um 60% vergrößert wurde, sowie optional je ein kleineres Fach unter dem Kabinenboden; insgesamt stehen damit 480 Liter Stauraum zur Verfügung.

Motoren und Getriebe

Herzstück des Stralis sind die Motoren. Iveco bietet eine Motorenfamilie an, die ein Leistungsspektrum von 228 bis 412 kW (310 bis 560 PS) abdeckt. Die sauberen Euro 5-Motoren wurden zur letzten IAA neu vorgestellt und stehen für Wirtschaftlichkeit und Zuverlässigkeit.
Zu den Charakteristika der Motoren gehören die
Pumpe-Düse-Elemente, die Einspritzdrücke bis 2.000 bar Einspritzdruck ermöglichen, Vierventiltechnik, die effiziente Dekompressions-Motorbremse, eine elektronische Motorsteuerung, die Einspritzzeitpunkt und Einspritzmenge für jeden einzelnen Zylinder regelt sowie ein Turbolader mit variabler Geometrie.

Ein ausgewogener Technikmix, der Leistung und Verbrauch in ein optimales Verhältnis setzt. Und so ist auch das verbindende Merkmal aller Motorisierungen ein maximales Drehmoment, das bereits in einem Drehzahlbereich von 1000 u/min zur Verfügung steht. Neben den Motoren sorgen eine ganze Reihe von Getrieben und Achsen dafür, dass der Treibstrang zugunsten der Produktivität des Fahrzeugs perfekt auf den jeweiligen Einsatz abgestimmt werden kann. Für Kunden, die ein manuelles Schalten bevorzugen, stehen 9- und 16-Gang-Getriebe von ZF mit “Servoshift”-Unterstützung zur Verfügung. Für den überwiegenden Stop-and-go-Einsatz empfiehlt sich eine Allison Automatik.

Die Mehrheit der Stralis-Käufer dürfte sich auch in den neuesten Generation wieder für das voll automatisierte 12-Gang-Getriebe Eurotronic von ZF entscheiden. Die Abstimmung insbesondere mit dem 13-Liter-Cursor-Motor mit 560 PS ist den Ingenieuren exzellent gelungen. Selbst problematische Fahrsituationen wie Beschleunigungen in Steigungen bewältigt der Automat souverän.

Mehr Sicherheit an Bord

Wenig Veränderungen hat es im Bereich des Fahrwerkes gegeben. Hier setzt Iveco weiterhin auf bewährte und wartungsarme Komponenten. Ein maßgebliches Sicherheitselement im neuen Stralis ist die fortschrittliche Bremsanlage. Die gesamte Baureihe Stralis verfügt über innen belüftete und elektronisch per EBS gesteuerte Scheibenbremsen.

Das EBS optimiert das Betätigen der Bremse: Durch Betätigen des Bremspedals fordert der Fahrer einen Verzögerungswert an, und die elektronische Bremsensteuerung regelt alle erforderlichen Parameter: Sie regelt den Druck in den Bremszylindern und moduliert den Vorratsdruck der Bremsen eines eventuellen Anhängers, um ein abgestimmtes Bremsen aller Achsen zu gewährleisten. Eingebunden in das elektronische Bremssystem ist auch die Dekompressions-Motorbremse ITB (Iveco Turbo Brake). Für Einsätze, die über steile Gefälle führen, gibt es den Stralis auch mit dem ZF Intarder der zweiten Generation mit größerem Drehzahlbereich für maximales Bremsmoment und weniger Leistungsbedarf im Leerlauf, was günstigeren Kraftstoffverbrauch bedeutet. Ein weiteres Sicherheitsfeature, das eigentlich in jeden Stralis gehört, ist das für die komplette Baureihe verfügbare elektronische Stabilitätsprogramm ESP. Das System kann im Stralis durch viele fortschrittliche Funktionen für die aktive Sicherheit ergänzt werden. Dazu gehören ein Hill Holder (Berganfahrhilfe), ein abstandsgeregelter Tempomat (ACC) sowie ein Spurhalte-Assistent.

Variantenreicher Stralis

Aufgrund der Vielfalt der Variationsmöglichkeiten empfiehlt sich die Stralis-Baureihe für eine breite Palette an Einsatzarten. Folgende Konfigurationen sind möglich:
Standard-Sattelzugmaschinen 4x2 sowie Spezialversionen mit niedriger Aufsattelhöhe (Low Tractor), optional mit Außenplanetenachsen (HR) sowie mit verstärktem Rahmen für besonders schwere Einsätze (HM); 6x2-Sattelzugmaschinen mit gelenkter Vorlaufachse; Fahrgestelle 4x2 mit mechanischer oder Luftfederung; 6x2-Fahrgestelle mit einzel- oder zwillingsbereifter, liftbarer, starrer oder gelenkter Nachlaufachse oder mit gelenkter Vorlaufachse, wobei die Hinterachsen oder alle Achsen luftgefedert sind sowie Sattelzugmaschinen und Fahrgestelle mit der Achskonfiguration 6x4. Alle Versionen des Stralis gibt es mit verschiedenen Federungssystemen, darunter Luftfederungen mit hohem Verstellweg, um die Ladehöhe an Laderampen anzupassen oder Wechselbehälter absetzen bzw. aufnehmen zu können.


Service und Wartung

Einen wesentlichen Beitrag zur Wirtschaftlichkeit eines Nutzfahrzeuges bilden die Wartungskosten. Auch hier hat Iveco im Sinne der Kunden nachgelegt. Die Standzeiten wurden durch verlängerte Ölwechselintervalle (150.000 km) reduziert. Das moderne Bremskonzept mit starker Motorbremse, Scheibenbremsen an allen Rädern sowie EBL, EBS und ESP trägt zu einer deutlichen Reduktion der Bremsenabnutzung bei. Ebenfalls ein Beitrag zu mehr Wirtschaftlichkeit ist die bereits angesprochene Effizienz des automatisierten Getriebes.
Um die Standzeiten in den Werkstätten zu minimieren wird für den Stralis eine schnelle und präzise Onboard- und Werkstattdiagnose genutzt. Last but not least, und auch das trägt zur Kostensenkung bei, sind die Fahrgestelle bereits werkseitig für verschiedenste Aufbaumontagen vorbereitet.
Der neue Stralis kann ab sofort beim Iveco-Händler geordert werden.

Den neuen Stralis kennenlernen
Mit einer Roadshow durch 26 europäische Länder will Iveco seinen neuen Stralis bekannt machen. Eine Reihe kleiner Stralis-Flotten mit insgesamt 100 Fahrzeugen im Outfit der All Blacks wird an 200 Tagen 250 Orte besuchen. Insgesamt kommen dabei 2 Millionen Kilometer zusammen. Das sind die ersten einer ganzen Zahl großer Wander-Events, die ein unvergessliches Kennenlernen der Marke bieten, mit Probefahrten, Vorführungen, Wettbewerben und On-Line-Präsentationen auf den Iveco-Webseiten. Das Ganze findet vor allem da statt, wo Transportprofis arbeiten und sich treffen: bei Iveco-Händlern und Logistikzentren, aber auch auf Autohöfen und Autobahnraststätten.

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