Verkehrssicherheitssymposium der Daimler AG
Nutzfahrzeugsicherheit vorantreiben
Mehr als 90.000 der fünf angebotenen aktiven Assistenz-Systeme in Mercedes-Benz Lkw und rund 20.000 Assistenz-Systeme in Omnibussen der Marken Mercedes-Benz und Setra - diese stolze Bilanz für die Sicherheit kann die Daimler AG heute ziehen. Am 24.September 2009 hat der Hersteller nun den 10.000sten Mercedes-Benz Lkw mit dem Active Brake Assist, Notbrems-Assistent aus und auch zukünftig möchte das Unternehmen die Nutzfahrzeugsicherheit vorantreiben.
Hubertus Troska, Leiter Mercedes-Benz Lkw, übergab das Jubiläumsfahrzeug, einen Actros 1841 LS an Robert Gammisch, Geschäftsführer des Transportunternehmens Log-In. „Mit jedem Safety Truck kommen wir unserer Vision vom unfallfreien Fahren ein gutes Stück näher. Denn Sicherheitssysteme helfen nachweislich, die Anzahl der Unfälle zu verringern“, so Andreas Renschler, Vorstand Daimler Trucks und Daimler Buses, bei der Fahrzeugübergabe. Der Notbrems-Assistent ist im Jahr 2006 am Markt eingeführt worden und hat sich laut Daimler in weit mehr als einer Milliarde Kilometern auf der Straße bewährt. Das System ist bislang einzigartig in der Branche und wird für Mercedes-Benz Lkw, seit kurzem auch für Reisebusse der Marken Mercedes-Benz und Setra angeboten.
Dabei war der Markterfolg des Active Brake Assist bei seiner Einführung nicht so sicher abzusehen, denn die Nachfrage nach den ab den Jahren 1998/1999 angebotenen anderen Assistenz-Systemen wie Wankregelung, Spurassistent, Stabilitätsregelung (ESP) sowie Abstandsregeltempomat blieb zunächst eher verhalten. Mit der Road Show von Safety Truck, Safety Coach und Safety Van durch ein Dutzend europäische Länder gelang der Durchbruch. Inzwischen bieten einzelne Versicherungen und Berufsgenossenschaften Prämiennachlässe, wenn Nutzfahrzeuge mit solchen Techniken ausgestattet sind. Allianz, Daimler und Dekra haben mit der Initiative „Safety Plus“ die Einführung dieser Techniken weiter gefördert. Zudem bieten Basic, Classic und Top Safety Pack, die einzelne Systeme zusammenfassen, Preisvorteile gegenüber Einzelbestellungen von rund 30 Prozent. Weitere Vorteile winken bei den Prämien einzelnen Versicherer wie der Allianz und der Daimler Insurance Service GmbH sowie in Deutschland eine Förderung der Steinbruchs Berufsgenossenschaft StBG oder in Frankreich durch die Berufsgenossenschaft CRAMC (Caisse régionale d’assurance maladie). Seit Ende 2006 hat sich die Zahl der ausgelieferten Systeme für Mercedes-Benz verdoppelt.
Die Nachfrage nach dem Active Brake Assist ist trotz der angespannten Wirtschaft auch im vergangenen Jahr stark gestiegen. Sie konzentriert sich im Wesentlichen auf
Deutschland und die Schweiz. Mercedes-Benz möchte jetzt gezielt in anderen europäischen Ländern Kunden als Road Safety Partner gewinnen und Sicherheitssysteme zu besonders günstigen Aktionspreisen anbieten. Renschler sagte: „Wenn wir den Verkehr nachhaltig sicherer machen wollen, benötigen wir eine deutlich stärkere Verbreitung solcher Sicherheitssysteme. Diese Technologien wirken. Seit Beginn ihrer Einführung im Jahr 2000 ist in Deutschland die Beteiligung von Güterkraftfahrzeugen an Verkehrsunfällen
mit Personenschaden um 17 Prozent gesunken.“ Dies bestätigen auch die Experten aus Politik, von Versicherungen, der Berufsgenossenschaft und von Transportunternehmen beim Verkehrssicherheitssymposium aus Anlass der Auslieferung des 10.000sten Active Brake Assist.
Der Lkw-Fahrer Marcus Dobberke sagt: „Ich könnte heute nicht hier bei Ihnen sein, hätte nicht der Active Brake Assist das Kommando übernommen und den Auffahrunfall auf 15 km/h stark gemildert.“ Auch der Verkehrssicherheitsreport Lkw 2009 von DEKRA stellt fest, dass dank immenser Fortschritte seitens der Hersteller etwa in puncto Fahrerassistenzsysteme die Unfallhäufigkeit von Lkw in Deutschland bezogen auf die geleisteten Fahrzeugkilometer seit 1970 um über 70 Prozent zurückgegangen ist. „Dennoch wird die EU das Ziel, die Anzahl der Verkehrstoten bis 2010 halbiert zu haben, nicht erreichen“ sagt Renschler. „Wir wollen deshalb weiter Treiber sein, um effiziente Technologien in den Markt zu bringen und fordern alle gesellschaftlichen Kräfte auf, ihren Beitrag zu leisten. Wir brauchen noch mehr Unterstützung von anderen Partnern, von mehr Versicherungsunternehmen und auch von Seiten der Politik.“.
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