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NFM-Verlag > Archiv > Lasterhaftes (Lkw: alle Arten)

20.09.2007

Positive Bilanz gezogen

Niedersachsens Erfahrungen mit dem Gigaliner sind offenbar positiv

Gigaliner leisten Beitrag zum Klimaschutz

„Gigaliner können einen wichtigen Beitrag zur Bewältigung des zunehmenden Güterverkehrs und zum Klimaschutz leisten", zog der niedersächsiche Wirtschaftsminister Walter Hirche nach einem Jahr Probebetrieb eine positive Bilanz des gleichnamigen niedersächsischen Pilot-Projekts. "Wegen der günstigen Öko-Bilanz ist eigentlich die Bezeichnung ‚Ökoliner’ richtig", so der Minister.

Der Minister berief sich auf eine Studie des Instituts für Verkehrswirtschaft der Leibniz Universität Hannover, das im Auftrag des Wirtschaftsministeriums das Pilot-Projekt nach den Kriterien Wirtschaftlichkeit, Verkehrssicherheit und Umweltverträglichkeit wissenschaftlich untersucht hatte.

"Die Studie belegt, dass die innovativen Fahrzeuge viele Vorteile gegenüber herkömmlichen LKW bieten: mehr Effizienz beim Transport, weniger Betriebskosten bei rund 30 % Kraftstoff-Ersparnis und 30 % Schadstoff-Reduzierung - und das ohne Probleme im täglichen Verkehr", fasste Hirche die Ergebnisse zusammen. "Das ist gut für die Wirtschaft und für die Umwelt!".
Trotz dieser positiven Ergebnisse seien aber auch weitere Anstrengungen zur Verbesserung der Transportbedingungen auf der Schiene und auf der Wasserstraße notwendig, betonte der Minister.

Niedersachsen hatte im Juli 2006 als erstes Bundesland Ausnahmegenehmigungen für den Probebetrieb der Fahrzeug-Kombinationen aus Sattelzugmaschine, Auflieger und zusätzlichem Anhänger erteilt. Das Pilot-Projekt war auf die drei Unternehmen Volkswagen Logistics (Wolfsburg), Hellmann (Osnabrück) und Boll (Meppen) begrenzt. Zudem gab es eine Gewichtsbeschränkung von 40 Tonnen – wie bei herkömmlichen LKW. Alle drei Speditionen durften nur auf ausgewählten Strecken fahren, wobei der Autobahn-Anteil bei über 90 % lag. Ausdrücklich waren Innenstadt-Fahrten nicht gestattet.

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