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NFM-Verlag > Archiv > Finanzen & Fuhrpark

19.11.2007

Transporte werden teurer

Viele Logistikanbieter werden im kommenden Jahr ihre Preise erhöhen

Steigender Kostendruck schlägt sich auf Frachtraten nieder

Die neuen Arbeitszeitenregelungen haben für eine Verschärfung der Kostensituation in der  Transportbranche gesorgt. Erste Logisitkdienstleister wie Dachser werden aus diesem Grund ihre Frachtraten deutlich anheben. Waren es bislang die Dieselpreis- und die Energiekostenentwicklung sowie die Einführung der österreichischen, deutschen und tschechischen Maut, die über gesetzliche Regelungen die Kostensituation im Transportbereich drastisch veränderten, so sorgt jetzt die Neuregelung der arbeits-und lenkzeitenrechtlichen Vorschriften für eine Verschärfung der Kostensituation.

Über die Fraunhofer Arbeitsgruppe für Technologien der Logistik-Dienstleistungen ATL wurde eine umfangreiche Studie über verschiedene Verkehrssysteme im LKW Transport erstellt, die deutlich die derzeitigen Auswirkungen aufzeigt. Mit durchschnittlich 9,4 % über alle Verkehrssysteme steigen die Kosten als unmittelbare Konsequenz aus den neuen arbeitsrechtlichen Vorschriften für Fahrpersonal.

Werden die Systemverkehre im Nah- und Fernverkehr im Detail betrachtet, zeigen sich deutliche Unterschiede. Während der System-Fernverkehr über einen hohen Strukturierungsgrad sich nur um 3 % verteuert, schnellen die Kosten im System-Nahverkehr aufgrund der wesentlich schlechteren Planbarkeit um 19 % nach oben.

Viele externe Einflußfaktoren wirken konträr zu den Optimierungstätigkeiten der Disponenten. Zum einen ist es die stark überlastete Straßen-Infrastruktur insbesondere in Ballungsgebieten, zum anderen sind es die langen Wartezeiten bei Zustellungen. Auch das Umstrukturieren vorgelagerter Fahrertätigkeiten hinterlässt Spuren im Kostengefüge.

Die Neuorganisation der Prozesse auf den Umschlagslagern wird zu vermehrtem Personalbedarf führen. Dazu kommt, dass auch häufig bauliche Anpassungen erfolgen müssen. Die neuen arbeitsrechtlichen Vorschriften erfordern nicht nur mehr Rastplätze an Fernstraßen, sondern gleichermaßen mehr Abstellflächen für Fahrzeuge in den Niederlassungen der Netzbetreiber.

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