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NFM-Verlag > Archiv > Auflieger, Anhänger, Aufbauten

10.09.2007

Entschlacken, aber richtig!

Heiß und fettig: Schlacketransporter gibt es in Größen zwischen 40 und 120 t

Zwei Kamag Fahrzeuge für heiße Jobs in China

Zwei Schlackentransporter mit einem Eigengewicht von jeweils 76 t hat der Ulmer Spezialfahrzeughersteller Kamag auf die Reise ins chinesische Tianjin gebracht. Ein heißer Job wartet auf die beiden Fahrzeuge, die in einem chinesischen Stahlwerk zukünftig für die Entsorgung flüssiger, bis zu 1300 °C heißer Schlacke eingesetzt werden.

Während der Stahlschmelze entsteht die Schlacke, die als Abfallstoff auf dem Flüssigstahl schwimmt. Nach erfolgter Schmelze wird sie in große Schlackenkübel gegossen, die schnellstmöglich entleert werden müssen bevor die Schlacke abkühlt und erstarrt und so den teuren Schlackenkübel unbrauchbar macht.

Die beiden Schlackentransporter sind trotz ihrer enormen Ausmaße von 12,3 m Länge, 5,2 m Breite und bis zu 6,2 m Höhe sehr wendig manövrierbar. Als Knicklenker ausgelegt. kann der Triebkopf bis zu 60 Grad nach beiden Seiten eingeschlagen werden. Mit einem Wendekreis von nur 9,3 m liegt er damit deutlich unter dem eines PKW.

Die beiden Kamag-Schlacketransporter auf dem Weg nach China

Der kraftvolle hydromechanische Fahrantrieb wird durch einen Cummins-Dieselmotor gespeist. Gleichzeitig versorgt dieser die gesamte Hydraulikanlage mit Drucköl, das zum Lenken und zum Aufnehmen und Kippen der Schlackenkübel benötigt wird. Damit er während des Kippvorganges an der Deponie felsenfest steht, wird das Heck-Fahrwerk durch zwei Abstützvorrichtungen entlastet. Schutzvorhänge aus massiven Stahlketten schützen während des Ausgießvorganges die Räder.

Ein stabiles Schutzdach schützt die Fahrerkabine vor spritzender Schlacke. Dieses wird vor Ort noch mit feuerfestem Zement ausgemauert, damit es resistent gegen die alles zerstörende Flüssigschlacke wird.

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